Zurücklehnen und mit allen Sinnen genießen - Im Interview mit Kosmetikstudio-Gründerin Franziska Störer

Stilwohl - Kosmetik aller Sinne heißt das gemütliche Kosmetikstudio in Saarlouis, das Jungunternehmerin Franzsika Störer Ende 2017 eröffnet hat. In den einladenden Räumen begrüßt die 28-jährige gelernte Kosmetikerin Kunden, die sich in entspannter Atmosphäre etwas ganz Besonderes gönnen möchten. Von der ganzheitlichen Gesichtsbehandlung bis hin zu Enthaarungen mit Sugaring und Körperpeelings im orientalisch gehaltenen Wohlfühlraum reicht das Angebot des Kosmetikstudios, das Franziska Störer noch allein betreibt. Im Interview verrät sie, wie es zu der Eröffnung des eigenen Studios kam und weshalb sich ein guter Kosmetiker nicht nur die Haut anschauen sollte.

                                                     Franziska Störer Stilwohl Kosmetik aller Sinne

 

Hallo Frau Störer! Sehr hübsch haben Sie sich hier eingerichtet. Bestimmt hören Sie das auch häufig von ihren Kunden. Könnten Sie ein bisschen von sich erzählen und uns verraten, welche Idee hinter dem Namen Stilwohl steckt?

Franziska Störer: Ja, gerne. Dann fange ich am besten mal mit mir selbst an. Ich stamme ursprünglich aus Sachsen, lebe allerdings inzwischen bereits seit 6 Jahren im Saarland, wo ich mich sehr wohl fühle. Die Offenheit und Kontaktfreudigkeit der Menschen hier kommt mir auch in meinem Beruf zugute. Wenn einer Kundin die Behandlung bei mir gefallen hat, spricht sie mit ihren Bekannten darüber und so kommen regelmäßig neue Gesichter in mein Studio. Hier im Saarland habe ich auch meine letzte Ausbildung zur Kosmetikerin gemacht.

Haben Sie vorher einen anderen Beruf erlernt?

Franziska Störer: (lacht) Ja, sogar zwei. Gleich nach der Schule habe ich eine Ausbildung zur Kinderpflegerin gemacht. Zu dieser Entscheidung kam es damals jedoch eher notgedrungen, da ich absolut noch nicht sicher war, in welchem Bereich ich arbeiten wollte. Ziemlich schnell war mir klar, dass der Beruf nicht wirklich etwas für mich war. Im Anschluss absolvierte ich ein Grundbildendes Jahr im Bereich Körperpflege. Doch ich wollte mein erstes eigenes Geld verdienen und unabhängig sein. Es folgte die zweite Ausbildung als Zeitsoldatin zur Panzerfahrerin bei der Bundeswehr, wo ich mich in meiner Persönlichkeit stark entwickelt habe aber auch nicht längerfristig sah und mich deshalb nach vier Jahren Dienstzeit für die Ausgliederung entschied. Teil des Ausgliederungsprogrammes waren damals diverse Praktika und Weiterbildungsmöglichkeiten, darunter auch Angebote im Bereich Kosmetik, durch die ich zum zweiten Mal mit dem Beruf in Berührung kam. Meine Neugierde für weitere Weiterbildungsprogramme in diesem Bereich wuchs und ich spürte: "Das ist wirklich der richtige Job für mich."

Mit Stilwohl haben Sie sich einen Traum erfüllt und ihre ganz eigene Vorstellung von Kosmetik wahr werden lassen. Was unterscheidet Ihr Geschäft von anderen Studios?

Franziska Störer: Nach meiner Ausbildung war ich zunächst als Kosmetikerin in einem größeren Studio angestellt und begann schnell, von meinem ersten eigenen Studio zu träumen. Mit der Zeit wurde meine Idee immer konkreter und ich konnte gar nicht mehr aufhören, mir vorzustellen, was ich alles anders machen würde. In vielen größeren Studios herrscht ein unglaublicher Termin- und Zeitdruck und genauso war es auch bei meinem früheren Arbeitgeber. Dieser Stress erzeugt Spannung im Team, die die Kunden natürlich voll zu spüren bekommen. Raum für Entspannung und Sinnlichkeit bleiben somit fast gar nicht. Wenn Kunden heute zu mir ins Studio kommen, können sie sicher sein, dass sie an einem ruhigen Ort willkommen geheißen und nicht einfach "mal eben schnell bedient" werden. Neulich sagte eine Kundin, das Studio gefalle ihr so gut, dass sie am liebsten gleich einziehen würde. Bei solchem Feedback geht mir jedes Mal das Herz auf.
Was Stilwohl außerdem von anderen Studios unterscheidet, ist der ganzheitliche Ansatz. Ich bin davon überzeugt, dass sich zufriedenstellende Ergebnisse nur dann erzielen lassen, wenn der ganze Mensch in den Blick genommen wird. Deshalb schlage ich jedem Kunden vor, ein kurzes Gespräch zum idividuellen Lebensstil zu führen, ehe ein konkretes Behandlungskonzept vorgeschlagen wird. Faktoren wie Ernährung und Bewegung spielen hier eine sehr große Rolle. Anschließend erstelle ich ein klar strukturiertes Pflegekonzept, das auf die individuellen Bedürfnisse der Kundinnen abgestimmt ist. Die postiven Rückmeldungen spornen mich an, noch weiter an diesem Konzept zu feilen, mein Angebot zu erweitern und regelmäßig mit Neuem zu überraschen.