Volle Kraft voraus!

Welche wichtigen Controlling-Instrumente Sie dabei unterstützen, Ihr Unternehmen auf Erfolgskurs zu lenken und zu halten.

Teil 6: Checkliste Controlling: Mit welchen Themen sollte ich mich als Unternehmer auch dann beschäftigen, wenn sich mein Unternehmen in ruhigem Fahrwasser befindet?

In unserer mehrteiligen Blogreihe zeigen wir anhand verschiedener Themenschwerpunkte, wie vielseitig das Thema Controlling sein kann. Da wir nun bereits beim letzten Beitrag der Reihe angelangt sind, ist es Zeit, Bilanz zu den wesentlichsten Fragestellungen im Bereich Controlling zu ziehen. Darüber hinaus geben wir Controlling-Neulingen ebenso wie all denjenigen, die Ihr Wissen zu diesem Thema auffrischen möchten, eine Checkliste mit den wichtigsten Basics an die Hand.


Alle besonders aufmerksamen Leser dürften bereits zu Beginn der Reihe geahnt haben, dass professionelles Unternehmenscontrolling kein Thema für Zwischendurch ist, dem man sich widmen kann, sobald mal "etwas Luft ist", sondern das in jedem Unternehmen - ob klein oder groß- kontinuierlich verfolgt werden will. Und daraus ergibt sich auch schon die erste Grundregel in Sachen Controlling:

1. Eine solide Finanzplanung ist ein Muss für jedes Unternehmen
Obwohl einige Jungunternehmer den klassischen Fehler begehen, die Ausarbeitung einer umfassenden Finanzplanung als "Nice to have aber im Moment nicht so dringend" oder gar als lästiges Übel auf später zu vertagen, zahlt sich ein von Beginn an gut durchdachtes Controlling-Konzept in jedem Fall aus. Wer sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt ausreichend Zeit für Finanzierungsfragen nimmt, ist nicht nur in der Lage, die notwendigen Rücklagen für wichtige Investitionen zu bilden, sondern wird auch mit einer viel geringeren Wahrscheinlichkeit von Zahlungsengpässen überrascht.

2. Wer die eigene Strategie kritisch hinterfragt, bleibt näher am Markt und an den Kunden
Märkte und Kundenbedürfnisse sind hochdynamisch und einem stetigen Wandel unterworfen. Selbstzufriedenheit und ein "sich Ausruhen" auf ersten Erfolgen ist die falsche Antwort auf diese Dynamik. Deshalb sind Unternehmer, die das Verhältnis ihrer Aufwände und Erträge immer wieder einer kritischen Prüfung unterziehen und sich ehrlich fragen, ob sie nach wie vor kundenorientiert wirtschaften, langfristig erfolgreicher.

3. Ohne Dokumentation kein erfolgreiches Controlling
Eine erfolgreiche Controlling-Strategie lebt von Genauigkeit und einer sorgfältigen Dokumentation der tatsächlichen Unternehmenswerte. Eine Vorstellung der ungefähren Zahlen im Kopf zu haben ist zwar durchaus auch hilfreich, ersetzt aber nicht die Verlässlichkeit und Stichhaltigkeit, die sich nur mithilfe einer genauen Dokumentation leisten lässt.

4. Deligieren von Controlling-Aufgaben an die Mitarbeiter ist keine Option
Sei es aus Zeitgründen oder magels Interesse an der Materie: Häufig lassen sich Unternehmer dazu verleiten, Controlling-Aufgaben an Ihre Mitarbeiter zu deligieren, wodurch sie häufig das Verständnis und den Überblick über die finanzielle Lage ihres Unternehmens verlieren. Das kann wiederum fatal sein, da es doch sie selbst sind, die die wichtigsten strategischen Entscheidungen im Unternehmen treffen müssen, bei denen die Finanzen in der Regel eine wesentliche Rolle spielen.

5. Unternehmer müssen wissen, wo in Ihrem Unternehmen Kosten entstehen und wie sich diese auf die einzelnen Kostenstellen verteilen
Nachdem die Kostenstellen im Unternehmen definiert sind, das heißt, nachdem klar festgelegt ist, an welchen Stellen im Unternehmen Kosten entstehen, ist es wichtig, die einzelnen entstandenen Kosten auf diese Bereiche zu verteilen. Damit dies problemlos gelingt, sollte die gewählte Aufteilung weder zu komplex noch zu grob sein.

6. Gutes Controlling funktioniert nur mit Absprache und Koordination
Effizientes Controlling bedeutet, dass die eine Hand weiß, was die andere tut. Doch nur dann, wenn die Kostenstelle Daten ermittelt, die für die strategische Planung auch relevant sind, greifen die für die Finanzplanung relevanten Einzelschritte sinnvoll ineinander.
Controlling-Basics auf einen Blick
Haben Sie die wichtigsten Fragen zum Thema Controlling noch im Kopf? Diejenigen von Ihnen, die sich nicht mehr an alle davon erinnern, finden hier eine Gedankenstütze. Wer die meisten der folgenden Fragen mit "Ja" beantworten kann, ist bereits auf einem sehr guten Weg hin zu einer professsionellen Controlling-Strategie.

  • Verfügt mein Unternehmen über eine (möglichst ganzheitliche) Controlling-Strategie?
  • Kommen die Maßnahmen, die Teil dieser Strategie sind, regelmäßig zum Einsatz?
  • Unterziehe ich meine Markt- beziehungsweise Kundenorientierung regelmäßig einer kritischen Prüfung?
  • Werden in meinem Unternehmen alle wichtigen Unternehmenswerte sorgfältig, aussagekräftig und zeitnah dokumentiert?
  • Nehme ich mir selbst die Zeit, mich mit der Finanzplanung für mein Unternehmen zu beschäftigen?
  • Habe ich selbst den besten Überblick über meine Finanzen?
  • Habe ich alle bestehenden Kostenstellen richtig definiert und bin in der Lage, die einzelnen anfallenden Kosten den richtigen Kostenstellen zuzuordnen?
  • Verfügt mein Unternehmen über eine koordinierte Controlling-Strategie? Werden wirklich die Daten erhoben, die für die strategische Planung notwendig sind?

Wir hoffen, dass wir Sie mit unserer Reihe für das spannende Thema Controlling begeistern konnten und dass an der einen oder anderen Stelle ein paar neue und wissenswerte Tipps dabei waren, die Sie auch in Ihrem Unternehmensalltag umsetzen können. Ganz besonders bedanken wir uns bei allen Lesern, die die Reihe von Anfang an mitverfolgt haben.
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